Während alle in Panik geraten, dass KI Bürojobs vernichtet, verpassen wir die Chance, unsere Arbeitsweise grundlegend neu zu gestalten – genau wie ein junger Startup-Mitarbeiter, der mir eine völlig neue Sicht auf die Welt eröffnet hat.

Ich habe vor Kurzem mit einem Studenten gesprochen, der in einem Startup arbeitet, das KI nutzt, um Schülern und Studenten personalisierte Lernerfahrungen zu bieten. Er hat sich nicht darüber beschwert, dass die KI ihm den Job wegnimmt – er erzählte stolz, wie er und seine Kollegen generative KI nutzen, um ihre Dienstleistungen erfolgreich zu skalieren. KI ist für ihn keine Bedrohung, sondern der entscheidende Enabler, der es ihnen ermöglicht, sich auf strategische Aufgaben zu konzentrieren, während die KI die Softwareerstellung automatisiert. Für sie ist KI der Wertschöpfer – was im krassen Gegensatz zum gängigen Narrativ vom „Aussterben der Bürojobs“ steht, das man derzeit in so vielen Zeitungen liest.

Was wäre, wenn wir den Fokus davon weglenken, was KI automatisiert, hin zu dem, was sie nicht kann? Was wäre, wenn erfahrene Fachkräfte Zusammenarbeit statt bloßer Delegation lehren würden? Was wäre, wenn wir Nachwuchskräften zeigen würden, wie man Kunden wirklich zuhört, anstatt sie nur Dokumente für uns zusammenstellen zu lassen? Was wäre, wenn wir mehr Zeit mit Innovationen auf Basis von KI-generierten Erkenntnissen verbringen würden, anstatt die Analysen mühsam selbst durchzuführen?

Die Wissensarbeit wird sich in den kommenden Jahren verändern – aber sie ist noch lange nicht am Ende. Wir (die erfahreneren Arbeitskräfte) sollten schleunigst unsere Erwartungen an Berufseinsteiger überdenken!

Welche Fähigkeiten sollten wir Ihrer Meinung nach heute verstärkt vermitteln?