Marketing scheitert oft daran, dass wir Kunden so behandeln, als befänden sie sich alle in derselben mentalen Verfassung. Hier ist, was ich bei der Veröffentlichung eines KI-Buchs in einer der am stärksten gesättigten Kategorien auf Amazon gelernt habe – inklusive des Sprungs auf Platz 1 der Bestsellerliste.

Amazon Ads konvertierten 10-mal besser als Google Search Ads – ≤1 % des Google-Traffics klickte auf „Kaufen“, verglichen mit 7 bis 12 % des Amazon-eigenen Traffics. Das lag nicht an der Plattform an sich, sondern an der Absicht der Nutzer (Customer Intent). Amazon-Nutzer sind bereits im Kaufmodus. Google-Suchende? Die wollen meistens erst einmal etwas lernen.

Sie brauchen einen starken „Hook“, der Ihre Zielgruppe sofort anspricht – „Verwirrt von ChatGPT und dem KI-Hype?“ performte fünfmal besser als „Generative KI für Geschäftsanwender“. Wenn Sie das Interesse nicht in den ersten Sekunden wecken, haben Sie die Leser bereits verloren.

Die größte Überraschung? Newsletter-Partnerschaften in Kombination mit Preisaktionen schnitten bei der Klickrate (CTR) zehnmal besser ab als mein organischer LinkedIn-Content. Und das, obwohl die LinkedIn-Zielgruppe wie geschaffen für ein KI-Business-Buch schien. Warum haben die Partnerschaften funktioniert? Weil Abonnenten von Rabatt-Newslettern bereits eine Kaufentscheidung getroffen haben – sie warten nur noch auf den richtigen Auslöser.

Diese Erkenntnisse gelten nicht nur für Bücher. Egal, ob Sie Software, Waren oder Beratung verkaufen: Fragen Sie nicht nur „Wo soll ich werben?“, sondern „In welcher Verfassung benötigen meine Kunden meine Lösung am dringendsten?“. Passen Sie Ihren Kanal dem mentalen Zustand der Zielgruppe an, nicht nur deren Demografie.

Wann benötigen Ihre eigenen Kunden Ihr Produkt am meisten und wie fühlen sie sich in dieser Situation?