ChatGPT hat diese Woche ein Update mit Funktionen zur Bildererstellung erhalten. Auch wenn das Ausprobieren viel Freude bereitet, sollten Sie einige rechtliche Aspekte im Hinterkopf behalten.

Das Positive: Die via Hashtag#ChatGPT erstellten Bilder in verschiedenen Stilen sowie mit unterschiedlichsten Objekten und Personen sind von beeindruckender Qualität. Zudem wurden die Bearbeitungsfunktionen deutlich verbessert, sodass Sie diese nun direkt über Chat-Interaktionen steuern können. Das sind großartige Funktionen, und ich persönlich nutze KI-Bildgeneratoren ebenfalls sehr gerne.

Was ist problematisch? Sicherlich haben Sie in den letzten Tagen viele Bilder im „Ghibli-Stil“ gesehen. Die Erstellung von Bildern in diesem einzigartigen Stil ist nur möglich, weil die KI von OpenAI mit Bildmaterial aus den Filmen des Studio Ghibli trainiert wurde – und zwar ohne um Erlaubnis zu fragen. OpenAI erklärt dazu: „Wir haben eine Sperre integriert, die greift, wenn ein Nutzer versucht, ein Bild im Stil eines lebenden Künstlers zu generieren.“ Nun ja – es ist interessant festzustellen, dass einer der Gründer von Studio Ghibli, Hayao Miyazaki, durchaus noch am Leben ist.

Wenn Sie verstehen möchten, was Miyazaki über KI-generierte Bilder und Videos denkt, lesen Sie diesen Artikel im Rolling Stone.

Kreativität ist mehr als die Optimierung von Prompts für eine KI. Wenn sie gut gemacht ist, ist sie wahre Kunst. Um den künftigen Erfolg von Studio Ghibli mache ich mir keine Sorgen, da es sich um eine etablierte Marke handelt.

Doch wie werden sich junge, aufstrebende Künstler entwickeln, wenn sie damit konfrontiert werden, dass eine KI ihre individuellen Kunstwerke in Sekundenschnelle repliziert?